Ist die Mutter gestresst ist das Kind oft genauso gestresst oder umgekehrt.

Der 1-jährige Sebastian hängt am Rockzipfel, was es Jessica fast unmöglich macht, das Mittagessen vorzubereiten. Nun klingelt es auch noch an der Haustür, weil die Nachbarin sich über den wuchernden Nussbaum beschweren will. Während Jessica noch nach erklärenden Worten sucht, dringt aus der Küche das Geräusch der überkochenden Nudelpfanne herbei.

Zurück in der Küche versucht Jessica weiter zu kochen, gleichzeitig den Herd zu putzen und schon klebt Sebastian wieder an ihrem Bein. Sie zischt ihn an, er solle gefälligst was anderes machen, sie sei jetzt beschäftigt. Sogleich tut es ihr leid, denn sie weiss ja, dass er ihre Nähe braucht und nichts dafür kann, dass sie gestresst ist.

Mutter gestresst

Solche Momente kennt wohl jede Mutter. Wenn die eigenen Nerven schon blank liegen fehlt dann oft die Geduld für Anliegen der Kinder. Die ruppige Reaktion und das generelle Verhalten der Mutter stressen das Kind, wodurch es schneller wütend wird und der Mama zusätzlich an den Nerven zehrt.

Eine so enge Verbindung, wie zwischen Eltern und Kindern, gibt es sonst kaum. Die Kinder kennen unsere Körpersprache und Mimik in- und auswendig, so ist es nicht möglich das eigenen Gestresst Sein vor ihnen zu verbergen. Müssen wir aber auch nicht.

In diesem Artikel gibt es Stress-Weg-Tipps für die Familie.

Mama nicht die Nerven - zum im Text einfügen

Was macht der Stress mit uns?

Die Stressreaktion ist eigentlich dafür vorgesehen, damit wir auf lebensbedrohliche Situationen rasch reagieren können. Unser Körper stellt einige Funktionen um, welche es vereinfachern möglichst schnell Fliehen oder Kämpfen können. Logisches Denken wird dabei zu Gunsten des schnellen Reagierens heruntergefahren.

Die Nachbarin und die Nudelpfanne sind beide jedoch nicht Lebensbedrohlich, unsere Kinder schon gar nicht. Dies kann auch dazu führen, dass in Stress-Situationen unsere Reaktion gar nicht so situationsgerecht ausfällt.

Mit Kindern, Haushalt und Arbeit kommt viel zusammen, was uns stressen kann. Dazu kommen viele Stressfaktoren wie, dass wir möglichst gute Mamas sein wollen und hohe Ansprüche an uns selbst haben.

Langfristig gestresst zu sein, was leider viele Eltern erleben, kann sogar zu psychischen oder physischen Problemen oder Krankheiten führen. 

Mutter gestresst, Kind gestresst – Was hilft?

1. Werde realistisch

Nimmst du dir am Morgen vor das Haus sauber zu putzen, Brot zu backen, die Kinder zu baden, Wäsche zu waschen, mit deiner Mutter zu telefonieren, ein Thai Curry zum Abendessen vorzubereiten und dir die Nägel zu machen – dann ist das zu viel und wird Stress verursachen.

Überlege dir realistisch, was alles machbar ist. Setze Prioritäten und lass den Rest weg. Das nimmt nicht nur für dich Stress raus, sondern vermittelt deinen Kindern, wie man Prioritäten setzt und dass nicht immer alles geht.

Werde nicht nur realistisch mit den Ansprüchen an dich selbst, sondern auch an deine Kinder. Stresst es dich, dass dein Kind nicht macht, was du möchtest, dann schau bei deinen Ansprüchen genauer hin. Hast du vielleicht zu hohe Ansprüche?

Sie sind Kinder und es wäre noch unrealistischer zu erwarten, dass sie immer schön aufgeräumt haben, anständig essen und jedesmal sofort loslaufen, wenn man sie ruft.

Hohe Ansprüche an dich selbst, dein Kind und dein sonstiges Umfeld sind meist nur schwer erfüllbar und führen so zu Enttäuschungen. Schraube diese herunter, denn erfüllte Erwartungen führen zu einem guten Gefühl.

Auch zu hohe Ansprüche an die Zeit führen zu Stress. Versuche für alles viel Zeit einzuplanen und vermeide so Terminstress.

2. Lerne dich selbst wieder kennen

Wenn du weisst, was du brauchst und was dir gut tut, gelingt es dir entspannter zu bleiben und schneller runterzukommen. Viele Mütter vergessen sich hingegen in der Rolle der Mama selbst und glauben 24/7 für ihre Kinder da sein zu müssen.

Kennst du deine Werte? Deine Bedürfnisse? Wie setzt du diese im Alltag um? Fällt es dir eher schwer, diese Fragen zu beantworten, dann könnte dich ein Coaching weiterbringen.

Nur wenn du dich selbst gut spüren kannst, hast du feine Fühler dafür, was deine Kinder brauchen. Kinder brauchen unsere Unterstützung, um einen guten Umgang mit ihren Gefühlen zu entwickeln und dabei hilft diese Feinfühligkeit.

3. Wie im Flugzeug

An den doofen Tagen (oder Zeiten), wo nichts so läuft, wie es soll und du nur noch genervt bist, schau erst zu dir selbst. Es ist wie im Flugzeug, wenn die Sauerstoffmaske herunterkommt; ziehe sie als erstes dir an, damit du deinem Kind helfen kannst.

Zu versuchen in einem gestressten Zustand dein Kind zu etwas zu bewegen, ist wie wenn du ihm versuchst seine Sauerstoffmaske anzuziehen, während du selbst nicht atmen kannst. Du wirst ungeduldig und die Handgriffe werden immer schwerer fallen bis gar nichts mehr geht.

Es kann in stressigen Momenten helfen dich kurz zurückzuziehen und durchzuatmen. Einen 3-Schritte-Plan, um ruhig zu bleiben, findest du hier:

Möchtest du auch in stressigen Situationen Ruhe bewahren können?

Diese 3 einfachen Schritte werden dir dabei helfen

Bist du länger schon gestresst, dann hole dir Unterstützung. Am besten holst du dir schon Unterstützung bevor du gestresst bist.

Klar ist es auch anstrengend und vielleicht mit einem unguten Gefühl behaftet (dann könnte es wichtig sein anzuschauen, woher dieses Gefühl kommt), dir Hilfe zu holen. Doch langfristig zahlt sich das auf jeden Fall aus.

4. Hole dir Unterstützung

Wie im vorherigen Abschnitt erwähnt, macht es immer Sinn, sich Unterstützung zu holen. Das kann im Sinne von dem Schaffen von Zeit für dich sein.

Aber auch Unterstützung zu Erziehungsfragen kann Wunder wirken. Denn die Kinder kommen ohne Bedienungsanleitung zu uns und die Verantwortung der Eltern hört nicht dabei auf die Kinder satt und sauber zu halten, wobei diese beiden Dinge schon nicht immer einfach sind.

Diese Unterstützung gibt es bei der Elternberatung, Erziehungsberatung oder einem der Angebote des lokalen Elternvereins, der Kita oder des Kindergartens. Vielleicht kann auch eine Paarberatung hilfreich sein, denn die Beziehung verändert sich mit Kind grundlegend.

Um eigene Herausforderungen, Trigger, Glaubenssätze, Stressoren und Emotionen zu verarbeiten kann ein Coach weiterhelfen – so einer wie ich zum Beispiel.

Eine Unterstützung kann aber auch ein Mama-Blog oder ein Ratgeber in Buchform sein.

5. Unternehmungen, die allen Spass machen

Spass für die Familie

Mache Dinge im Alltag, die allen Spass machen. Es gibt Mamas, die spielen ungern mit den Spielsachen der Kinder. Das finde ich auch völlig berechtigt. Du musst nicht mit deinem Kind spielen. Halbherzig und vielleicht sogar etwas entnervt bei einem Spiel mitzumachen bringt dem Kind nicht viel.

Bestimmt gibt es Unternehmungen, die alle Familienmitglieder gut finden. Vielleicht am See sitzen, wobei du die Aussicht geniesst und dein Kind Steine ins Wasser wirft. 

Solche Unternehmungen senken das Stresslevel bei der ganzen Familie. Am allerbesten klappt dies mit körperlichen Aktivitäten (Sport, Spazieren, Hüpfen, Tanzen), Singen oder auch etwas mit Körperkontakt, zum Beispiel auf der Mama klettern.

Runterkommen für Mutter und Kind
Gelassen bleiben als Mama

Ja, ich möchte mit meinen Kindern auch in stressigen Situationen ruhiger bleiben.

Du bist dabei

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Ja, ich möchtemehr Energie für meinen Mama-Alltag!

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